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Die Sehnsucht nach dem kollektiven Wir. Zum Fußballpatriotismus.

Juni 25 @ 18:00 - 22:00

Die Sehnsucht nach dem kollektiven Wir. Der neue deutsche Fußballpatriotismus aus sozialpsychologischer Perspektive

Der mit der WM 2006 in der BRD aufflammende Fußballpatriotismus wird oft als ein Ereignis der Eventkultur beschrieben, das frei von nationalen Identifikationen ist. Vielmehr wird das Zurschaustellen von Nationalgefühl als postmoderne Haltung begriffen, die sich in einem ironischen und spielerischen Umgang mit nationalen Symbolen ausdrückt. Statt um Nationalismus gehe es um Party, wobei deren Anlass und Inhalt so beliebig wie austauschbar sei. Dieser Interpretation werden im Vortrag Interviews mit über 200 Fanmeilenbesucher*innen gegenübergestellt, die während dreier Fußballgroßevents erhoben wurden. Es wird gefragt, was die Attraktivität des sogenannten „Partypatriotismus“ ausmacht und welche Auswirkungen dieser auf Politik und Gesellschaft hat.

Dr. Dagmar Schediwy studierte Sozialpädagogik, Psychologie und Religionswissenschaft. Bereits seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beschäftigt sie sich mit dem Phänomen des neuen deutschen „Fußballpatriotismus“. Einem größeren Publikum bekannt wurde sie 2012 mit einer Arbeit, in der sie über 200 Interviews mit Deutschland-Fans auf Fanmeilen auswertete: „Ganz entspannt in Schwarz-Rot-Gold? Der neue deutsche Fußballpatriotismus aus sozialpsychologischer Perspektive“. Sie arbeitet als Psychologin und Autorin in Berlin. (http://www.theeuropean.de/dagmar-schediwy/8935-fussballpatriotismus-und-nationale-identifikation)

Raum: P3

Details

Datum:
Juni 25
Zeit:
18:00 - 22:00
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Karl-Marx-Universität Trier
Universitätsring 15
Trier, Rheinland-Pfalz 54286 Deutschland
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