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Nationalsozialistische Täterschaften. üb. Nachwirkungen

Juni 26 @ 18:00 - 21:00

Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie

Der Vortrag thematisiert, ausgehend von der Publikation „Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie“ (2016), das zwiespältige Verhältnis von gesellschaftlicher Erinnerungskultur und Familiengeschichten in Deutschland. Die Folgen nationalsozialistischer Täterschaften für die Nachkommen von Täter*nnen und von Verfolgten werden anhand einzelner Biographien von Menschen verdeutlicht, die sich mit nationalsozialistischer Täterschaften und Verfolgungserfahrungen in der eigenen Familie auseinandergesetzt haben. Vorgestellt werden Recherche- und Gesprächsangebote für Nachkommen von NS-Verfolgten und von NS-Tätern, in denen die Auswirkungen der NS-Verbrechen auf das eigene Leben zur Sprache kommen. Zudem wird aufgezeigt, weshalb es vor den vielfältigen Erfahrungshintergründen von Menschen in der deutschen Migrationsgesellschaft eines transnationalen Blicks auf Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg bedarf, der die Erfahrungen und Perspektiven von in Deutschland lebenden Menschen aus den ehemals deutsch besetzten Ländern Europas und Menschen aus ehemals kolonisierten Gebieten ebenso einbezieht wie die globalen Dimensionen der deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg, deren Folgen bis heute weltweit nachwirken.

Oliver von Wrochem, 1968 geboren, ist Leiter des Studienzentrums und stellvertretender Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Der Historiker veröffentlichte zu Themen der europäischen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, zu Gedenkstättenarbeit sowie zum Zweiten Weltkrieg.

Raum:C22

Details

Datum:
Juni 26
Zeit:
18:00 - 21:00
Veranstaltungkategorien:
,

Veranstaltungsort

Karl-Marx-Universität Trier
Universitätsring 15
Trier, Rheinland-Pfalz 54286 Deutschland
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